Haltbarkeit von Parfums erhöhen

Ein langanhaltender Duft


Ein Parfüm ist etwas ganz Besonderes. Es kann Stimmungen ausdrücken oder erzeugen und unterstreicht die einzigartige Persönlichkeit einer Person. Dabei hat jede Person ihre eigenen Vorlieben und meist auch ihren Lieblingsduft. Oftmals wählen wir unseren Duft auch entsprechend des Anlasses aus. So ist das Tagesparfüm meist ein unaufdringlicher, leichter Duft. Besonders im Büro soll es eher dezent sein. Am Abend darf es dann vielleicht auch mal etwas intensiver, süßer oder exotischer sein. Auch ist im Sommer ein leichter Duft meist angenehmer, wohingegen wir im Winter gerne auch mal zu einem etwas schwereren Duft greifen. Düfte haben auch eine Wirkung auf unser Gegenüber. Sie können vertraut wirken oder anziehend, feminin und maskulin oder verspielt. Jede Person möchte gut riechen - und das den ganzen Tag über. Parfüm ist etwas Exklusives und steht für einen gepflegten Menschen. Es kann auch puren Luxus suggerieren. Es ist uns wichtig, wie wir auf unseren Gegenüber wirken. Deshalb ist die Frage nach der Haltbarkeit und der Intensivierung eines Duftes etwas, was viele Personen beschäftigt. Die positive Antwort lautet: ja, wir können einen Duft haltbarer auf der Haut machen, so dass wir länger unseren Lieblingsduft wahrnehmen und verströmen dürfen, wobei uns die Wahrnehmung tatsächlich täuscht.



Im Laufe des Tages können wir unseren eigenen Duft nämlich nicht mehr wahrnehmen, weil sich unser Sinnesorgan an den Duft gewöhnt hat. Daher birgt das Auftragen von Parfüm auch die Gefahr, zuviel zu verwenden. Eine Duftwolke kann dabei genauso unangenehm werden wie ein unangenehmer Geruch. Eine wohlüberlegte Dosierung ist deshalb die Grundlage eines angenehmen Duftes.

Um ein Parfüm dennoch länger riechen zu können, sollte auf ein hochwertiges Parfum zurückgegriffen werden.

Hierin sind deutlich mehr Duftmoleküle enthalten, welche einen intensiveren Duft verströmen. Ein gutes Parfum enthält zudem eine ölige Basis, welche zusätzlich für mehr Haltbarkeit sorgt. Ein Eau de Parfum ist zudem ein Qualitätsmerkmal. Das reine Parfüm umhüllt seine Trägerin dagegen in besonderem Maße und über Stunden mit einer exklusiven Duftwolke. Dies ist auch der nächste wertvolle Tipp.

Tragen Sie Ihren Duft am besten nach der Dusche und Pflege auf.

Zu diesem Zeitpunkt sind die Poren geöffnet und die Duftmoleküle können sehr gut gespeichert werden. Feuchtigkeit ist eine besonders gute Basis für das Auftragen eines Parfüms. Eine cremige oder ölige Basis nach dem Eincremen sorgt zudem für eine bessere Haltbarkeit, da die Moleküle hier besser haften bleiben. Auch können die Moleküle besser und tiefer in die Haut eindringen. Sprühen Sie Ihren Duft deshalb nie auf trockene Haut, da er sich hier zu schnell verflüchtigt. Auch benötigen Sie eine geringere Menge des Parfüms, um dennoch eine intensive Wirkung zu erzeugen. Die wenigsten Duftstoffe sind in sogenannten Eau de Toilettes oder Eau de Cologne enthalten. Diese Düfte verfliegen entsprechend schneller als die Varianten des Eau de Parfum oder Parfum. Es lohnt sich daher, in ein Eau de Parfum zu investieren, da dieses langanhaltender und intensiver ist und sich die Duftnoten besonders gut abheben und nicht durch einen hohen Alkoholgehalt überlagert werden. Besonders intensiv und harmonisch wird es, wenn Sie die passende Lotion zu Ihrem Duft wählen. So entwickelt sich eine doppelte Duftintensität. Anderenfalls wählen Sie eine neutrale Bodylotion oder Vaseline, um den Duft nicht zu verfälschen. Eine Alternative ist auch ein Lippenpflegestift als Grundlage. Die leicht wächsernde Konsistenz erhält den Duft besonders lang. Auch das passende Duschgel sorgt schon bei der Reinigung für eine zart duftende Haut. Vielfach werden Düfte als Paket mit dem passenden Duschgel und der Bodylotion angeboten. Ein weiterer Geheimtipp ist das Benebeln der Haare. Hierfür gibt es auch spezielle Haarparfüms, die besonders für die Anwendung im Haar kreiert worden sind. Sie enthalten meist weniger Alkohol als normales Parfüm, was die Haare wiederum vor dem Austrocknen schützt. Haare können die Duftmoleküle ebenfalls besonders langanhaltend speichern und versprühen den Duft bei jeder Bewegung. Wenn der Duft in die Luft gesprüht wird, stellen Sie sich einfach unter die Wolke. So werden Sie komplett eingehüllt.

Ein häufig begangener Fehler ist das Aufeinanderreiben der Haut – meist der Handgelenke.

Durch diesen Vorgang werden viele Duftmoleküle schon direkt nach dem Aufsprühen zerstört. Besser ist es, kurz zu warten, bis der Duft getrocknet und eingezogen ist. Grundsätzlich sollte der Duft entgegen vieler Meinungen auf die Körperstellen gestäubt werden, die am wenigsten stark durchblutet und daher eher kühl sind. Hierzu zählen die Ohrläppchen oder auch die Kniekehlen. Körperpartien, die hingegen stark durchblutet sind, wie Handgelenke, Dekolleté oder der Hals sorgen zwar für eine schnelle und intensive Entfaltung des Duftes. Jedoch wird der Duft hier auch schnell wieder "ausgeatmet" und verfliegt.

Beim Aufsprühen selbst ist zu beachten, dass der Duft möglichst von unten nach oben aufgesprüht wird, da sich die Duftstoffe gen Himmel absetzen.

So werden besonders viele Duftmoleküle aufgenommen und kein kostbarer Tropfen verschenkt. Zudem gibt es Duftnoten, die besonders intensiv und langanhaltend duften. Hierzu gehören zum Beispiel Amber, Leder, Musk oder hölzerne Ingredienzen. Aus diesem Grund werden diese Nuancen häufig als Basisnoten genommen. Sie können bis zu 2 Tage lang auf der Haut wahrgenommen werden. Zitrusnoten hingegen verfliegen sehr schnell und schon nach wenigen Minuten.

Ein Trick, um auch frische, leichte und zitrische Düfte länger haltbar zu machen, ist das Überlagern von Düften.

Ein langanhaltender Duft wird als Basis genommen, und mit einem leichten Duft übersprüht. So hält der Duft länger, verströmt aber auch seine leichte, blumige oder fruchtige Note. Natürlich kann der Duft über den Tag auch immer wieder aufgefrischt werden. Dadurch werden die Duftmoleküle wieder neu aktiviert und bilden, auch bei unterschiedlichen Duftnoten, eine neue und harmonische Duftrichtung. So kann jede Frau auch ihren ganz speziellen, eigenen Duft kreieren.

Die richtige Lagerung des Flakons sorgt ebenfalls dafür, dass das Parfüm länger haltbar bleibt.

Ein Duft ist nämlich nicht ewig haltbar. Duftmoleküle verfliegen und oxidieren, und ein Duft kann auch umschlagen und dann leider nicht mehr gut riechen. Er bekommt dann eine ranzige Note und es stechen im schlimmsten Fall nur noch die Alkoholnuancen hervor. Daher sollte der Flakon immer geschützt vor extremen Temperaturschwankungen aufbewahrt werden. Dies gilt für Kälte und Hitze gleichermaßen. Auch heller, aggressiver Sonneneinstrahlung sollte der Flakon nicht unmittelbar ausgesetzt sein. Der beste Lagerort ist dunkel, trocken und bei Zimmertemperatur. Optimal ist ein kleines Schränkchen. Ein kleiner Geheimtipp zum Schluss: Geben Sie einen Spritzer Ihres Lieblingsduftes mit in das Bügelwasser. So bekommt Ihre Kleidung beim Glätten gleich eine angenehm frische Note Ihres persönlichen Duftes.